Die Story
Wir befinden uns in Südafrika, in den anarchischen Zuständen eines Putschversuches. Üble Ganoven nutzen diese Situation, um aus einem Forschungskomplex eine Biowaffe zu stehlen. Dabei handelt es sich um einen Virus mit dem Namen “Legion”, das Gegner sehr schnell tötet und sich dann schnell in der Luft verflüchtigt, und somit keine Gefahr mehr für die eigenen Truppen darstellt. Nicht damit genug, dass das Virus in die Hände von solch üblen Kollegen geraten ist, nein, sie verschachern es auch noch weiter!
Der Spieler schlüpft nun in die Rolle des Teamführers von der Rainbow Six Einheit, “Ding Chavez”. dieser geht nun mit seinen Mitstreitern durch 15 Einzelspielermissionen.
Hat sich einiges geändert…
Weitgreifende Veränderungen, dass ist es, womit sich Kenner des Taktik-Shooters auseinandersetzen müssen. Es geht in Richtung “Mainstreamballerei”, wobei die wichtigste Veränderung wohl die ist, das es keine Planungsphase vor Missionsbeginn mehr gibt. So konnte man im Vorgänger anhand eines Grundrissplans die Route abstecken, auch konnte man durch die Teammitglieder durchschalten, beispielsweise wenn einer starb. In R6: Lockdown lenkt man ausschließlich Chavez Ding, und wenn der den Jordan kreuzt ist komplett Ende. Zum Ausgleich ist es nun egal wenn andere sterben. Geblieben ist beispielsweise die Option, die Teammitglieder vor der Mission auszurüsten und da bleiben keine Wünsche offen: Diverse Maschinenpistolen, MGs, Schrotgewehre, Pistolen und immerhin ein Granatwerfer lassen sich auswählen. Sniper-Fans werden leider enttäuscht, doch ist das Arsenal, im Gegensatz zur Konsolenversion, deutlich voller. An den größeren Ballermännern kann man Schalldämpfer, größere Magazine oder Zielfernrohre anbringen. Ein Satz Hand- und Blendgranaten darf natürlich auch nicht fehlen.
So kann man sich auch verschiedene Tarnanzüge anziehen, was sich jedoch als unerheblich herausgestellt hat, weil man nicht sichtbarer oder unsichtbarer für die Gegner ist.
Wo gehts rund?
15 Missionen sollt ihr durchstehen, diese sind in zwei bis drei Abschnitte unterteilt. Ihr bewegt euch auf zerbombten Straßen, Tiefgaragen und Hinterhöfen, befreit Teammitglieder aus Terroristenhänden oder befreit gar den Präsidenten aus den Händen von Putschisten. Standardmäßig dabei: Nachtsichtgerät und ein “durchdieWändegucken”-Gerät.
Die Levels sind sehr linear aufgebaut, selten gibt es mehrer Möglichkeiten oder gar weitläufigere Flächen.
So geht man los mit seinen Recken und muss sich gefasst machen auf Feinde die aus Türen gestürzt kommen oder hinter Kisten, Ecken und auf höher gelegenen Dächern lauern. Jedoch sind die Gegner nicht nur auf der falschen Seite, sondern auch noch dumm dabei. Wenn sie nicht gerade wie die Zielscheiben durch die Gegend laufen, bleiben sie gern hinter ihrer Deckung und warten darauf abgeschossen zu werden. In den Vorgängern war nach einem Treffer meistens Schluss, damit ist jetzt auch Schluss, eingesteckt wird wie zu Rambos Zeiten, wenn die Gegner mal treffen sollten. Gespeichert werden kann soviel wie man lustig ist, genauso wie die Pistolen unendlich Munition haben.
… und die anderen?
Wenn man jetzt mal in seine eigenen Reihen schaut, muss man leider feststellen das in die Ausbildung der Soldaten auch nicht die größte Kohle gesteckt hatte. So stehen sie oftmals im so dermaßen im Weg, das man sie manchmal gern umhauen würde oder sie machen den Kamikaze-Bomber, so dass am Ende doch ein paar Leute fehlen. Genauso die Geiseln, wo kann ich mich hinstellen? Ach ja, da in der Schusslinie ist noch ein Platz frei, da bleib ich!
Doch weil ich ich hier der Hahn im Käfig bin, geb ich die Befehle. Ähnlich wie in Brothers in Arms kann ich einen Punkt anpeilen und per Tastatur-Befehl Leute an Punkte zu schicken. Genauso kann man auf verschiedenste Arten Türen öffnen lassen und schön abwarten und dann reinhalten.
Und überhaupt?
Insgesamt kann man sagen dass R6: Lockdown auf der Höhe der Zeit ist. Der Physikengine ist schon besonders zu erwähnen und wenn man alle Grafikmöglichkeiten einschaltet ist es schon schön anzusehen. Doch sollte schon eine sehr gute Grafikkarte am Werk sein, genauso wie minigens 2 GHz sowie 512 MB RAM.
Auch vom Sound ist das ganze solide gemacht. Die Sprachausgabe ist auf Deutsch. Musik gibt es nur im Hauptmenü, wärend des Spiels gibt es Effekte wie: Peng, Peng, Argh!, Bumm!
Merkwürdig: Der Klang einer Waffe hört sich im Einzelschussmodus anders an, als im Automatikmodus.
Guter Multiplayer
Hier sieht man eines der seltenen Spiele, indem man auch mit bis zu drei Gleichgesinnten im Coop zocken kann. Auch kann man auf insgesamt neun Maps so Standardklamotten spielen wie Deathmatch, Teamdeathmatch und Capture the Flag und das mit bis zu 16 Spielern. Bleibt noch der Spielmodus Rivalität bei dem zwei Teams zufällig generierte Geiseln anquatschen und in die eigene Basis lotsen müssen.