Wie die Mehrheit bestimmt schon mitbekommen hat, wurde am Dienstagabend, pünktlich zur Eröffnung der jährlich stattfindenden Gamestage in Berlin (21.04. bis 23.04.), ein Bericht über „Killerspiele” im heute-Journal (ZDF) gesendet, der wohl bei der Spiele Branche für Aufruhr sorgte.

Dabei ist die moderne, verantwortungsvolle Branche eine mit tollen Wachstumsaussichten, so Steffen Seibert (ZDF-Fersehmoderator). Jedoch zieht er im nächsten Satz sein „Lob” zurück mit der Aussage, dass die Branche ein Teil ihres guten Geldes auch mit üblen Produkten verdiene. Weiter führt er aus, dass wir im Prinzip selber dran schuld seien, dass es so weit gekommen ist. Unser Gesetz sieht derzeit noch kein Verbot für „Killerspiele” vor, daher ist auch alles völlig legal, was der Reporter Rainer Fromm in einem Bericht zusammengetragen hat. Die folgenden Szenen aus dem Bericht seien für Nicht-Zocker nur schwer zu ertragen, warnt Seibert.

Für den Beitrag wurden die „Killerspiele” Resident Evil 5, Call of Duty 4: Modern Warfare, GTA San Andreas (dt. Version) und Prey näher erläutert. Bei drei von den „Killerspielen” liegt die USK-Einstufung bei nicht Jugendfrei. Lediglich das Spiel GTA San Andreas hat eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.

Elke Monssen-Engberding, Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, hat den Eindruck, dass die „Killerspiele” im Vergleich zu denen aus den vergangenen Jahren noch grausamer, sprich realistischer geworden sind. Grund hierfür ist wohl der heutige Stand der Computertechnik, die sich zum Glück auch stetig weiterentwickelt!
Der aus München stammende Schulpsychologe Werner Hopf ist der Ansicht, dass das Spiel Call of Duty ein exaktes Training für das Militär ist. Dabei habe ich auf stigma Videospiele gelesen, dass das Schießtraining am PC nicht mal ansatzweise realitätsnah ist, wie behauptet wird.
Und auch die harmlosere Äußerung, dass es kein Freizeitvergnügen sein kann andere Menschen zu ermorden, im Vergleich zu der vom März gemachten Aussage, dass Killerspieler auf der gleichen Stufe mit Phädophile und Drogen-Dealer stehen, kann Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nicht in ein besseres Licht rücken.
Nur Frau Angela Kolb, Justizministerin von Sachsen-Anhalt, versucht leicht was umzulenken: „… man muss da noch mal abschichten zwischen der dargestellten Gewalt…”
Ich bin ja mal gespannt, woran wir „Killerspiele”-Spieler noch alles dran Schuld sein sollen und was als nächstes Verboten wird oder welche Gesetze verschärft werden! Es gibt doch mittlerweile Studien die belegen, dass „Killerspiele” nicht gewalttätig machen.
Quelle: Killerspiele im ZDF (gamestar.de) / Wie gefährlich sind Killerspiele? (zdf.de)

Dieser Beitrag wurde am 23. April 2009 um 2:15 Uhr geschrieben und abgelegt unter der Kategorie Medien. Du kannst alle Resonanz zu diesem Beitrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst eine Resonanz, oder ein Trackback von deiner Webseite setzen..

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