Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck ist mit der einzige Politiker, der vor zu schnellen Konsequenzen bezüglich des Amoklaufs von Winnenden warnt. Er hält die Vorschläge für populistisch und vordergründig. Sie entspringen der Hilflosigkeit und dem Drang wahrgenommen zu werden, so Beck weiter. Er ist der Meinung, dass weder ein schärferes Waffenrecht noch unangemeldete Kontrollen das verhindern können, dass Menschen so unverantwortlich mit ihren Gewehren und Pistolen umgehen, wie es bei den Eltern des Amokläufer der Fall war. Mit diesen Aussagen widerspricht er klar den Forderungen von Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Eltern der Opfer, die für politische Konsequenzen plädieren.

Aus politischer Sicht könnte man, laut Beck, nichts ändern, was den Amoklauf von Winnenden hätte verhindern können. Seiner Ansicht nach wäre es der falsche Weg jetzt alle Waffen im Schützenverein einbruchssicher aufzubewahren. Aus Lärmschutzgründen liegen die meisten Vereine und Schießstände außerhalb der Ortschaften, so dass es Diebe “leichter” hätten an Waffen zu kommen und das kann ja auch nicht der Sinn sein, den die Politiker im Hinblick auf mehr Sicherheit verfolgen.

Eine Mehrheit der Politiker ist jedoch klar der Meinung, gewaltverherrlichende Computerspiele zu verbieten. Die Hinterbliebenen der Opfer von Winnenden fordern eine Erhöhung der Altersfreigabe von Killerspielen auf 21 Jahre.

Quelle: Beck warnt vor falschen Schlüssen / netzeitung.de

Dieser Beitrag wurde am 23. März 2009 um 2:34 Uhr geschrieben und abgelegt unter der Kategorie Medien. Du kannst alle Resonanz zu diesem Beitrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst eine Resonanz, oder ein Trackback von deiner Webseite setzen..

Ein Kommentar zu “Ministerpräsident Beck gegen ein schärferes Waffenrecht”

  1. Chaoskind on 24. März 2009 at 10:36 Uhr

    Ist irgendwie traurig-komisch dass der Zusammenhang bei den School-Shootings, wie sie in den USA heißen, hier in Deutschland ist dass beide Täter durch das Sportschießen an Waffen gelangt sind. Eine Verschärfung der Waffengesetze wäre eine Lösung, wodurch solche Taten erschwert würden. Die Beschaffung von Waffen durch Einbruch kann eh nicht verhindert werden, weshalb Beck´s Argument für mich mehr als fadenscheinig ist. Diejenigen, die sich eine Waffe besorgen wollen, schaffen das unter allen Umständen und können dabei fast gar nicht aufgehalten werden. Dabei meine ich die Leute, die sich durch illegalen Waffenhandel Schusswaffen besorgen.

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