Als hätte ich es geahnt. In vielen Artikeln die ich heute gelesen habe, einen Tag nach dem Amoklauf von Winnenden, kommt man immer wieder zu dem Entschluss, dass “Killerspiele” mit Verantwortlich gewesen sein sollen. Nach Polizeiangaben wurde auf dem Computer des 17-jährigen Täters das Computerspiel “Counterstrike” gefunden. Das beweist ja noch lange nicht, dass dieses Spiel ihn zum Täter gemacht hat. Meines Erachtens spielen da meist mehrere Faktoren eine Rolle. Oft sind es Charaktere die sich vielleicht nicht genug beachtet fühlen, von der Umwelt zu wenig wahrgenommen werden und damit Proleme haben, die dann in sich hinein “gefressen” werden und nicht mit Mitmenschen besprochen werden.

Pauschalisieren sollte man hier nicht, sondern differenzieren. Der Ruf nach einem Verbot von Killerspielen, halte ich nicht für sinnvoll. Denn jeder Freak hat so seine Quellen und weiß wie und wo man sich diese besorgen kann, trotz eines Verbots. Das Internet kann man nicht so einfach sperren, wenn man in einem freien Land lebt! Fraglich ist doch auch, warum andere Länder kaum oder noch nie von Amokläufen betroffen waren, oder?!

Dieser Beitrag wurde am 12. März 2009 um 3:22 Uhr geschrieben und abgelegt unter der Kategorie Medien. Du kannst alle Resonanz zu diesem Beitrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst eine Resonanz, oder ein Trackback von deiner Webseite setzen..

2 Kommentare zu “Killerspiele im Focus der Ermittlungen von Winnenden”

  1. Marco on 13. März 2009 at 4:31 Uhr

    Die spinnen doch total, der vater hat 15 Waffen zu Hause und die Tatwaffe anscheinen unterm Kopfkissen… für den Jungen war das von klein auf normal das Papi nen riesen Waffenschrank hatt und jede Woche ballern geht und wenn man die offensichtliche Treffsicherheit des Jungen mal beachtet kann man ja wohl davon ausgehen das daddy ihn nicht nur einmal mitgenommen hat. Aber ein Ego-Shooter ist jetzt wieder alles Schuld?!?

  2. IBS-Hooch on 23. März 2009 at 11:43 Uhr

    Das war doch klar, dass „Killerspiele“ in den Focus kommen. Die Volksseele ist beruhigt wenn man einen Schuldigen hat. Die Mehrheit der Bevölkerung sieht uns als stumpfsinnigen Computerfreak, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.
    Mal ehrlich, wenn dem wirklich so wäre, dann würde ich einem Verbot mit unterstützen.
    Wenn man aber mal ein wenig genauer hinschaut, dann erkennt man z. B. dass der Tim K., wenn die Information stimmt, lediglich ältere Games gespielt hat. Also es sieht so aus, als ob er kein Fan dieser Spiele war, sondern wie Millionen andere einfach mal diese gespielt hat. Sonst würden mit Sicherheit aktuellere dort zu finden sein, denn Geld spielte dort wohl keine Rolle.
    Wenn die Verrohung bei dieser Tat, eine Rolle spielt, dann sollten sich die Medien zusammen mit den Eltern hier mal an die Nase fassen. Nachrichten in dem Leichen oder Leichenteile aus Kriegsschauplätzen um 19 Uhr gezeigt werden, während die Eltern mit einer Gleichgültigkeit vor den Kiddies das Essen rein schaufeln.
    Jeder hat so seine Meinung zu diesem Thema und vielleicht auch Ideen was man tun könnte.
    Meiner Meinung nach wollte Tim K. mit einem lauten Knall abtreten und meiner Meinung nach sind seit Litleton es alles Nachahmer, weil sie sehen, dass sie mit der Tat den Erfolg bekommen, den sie sich damit erhoffen. Genau da setzt meine Kritik an die Medien an.
    Wann sind Nachrichten die pflichtmäßige und rechtmäßige Berichterstattung und wann fängt Sensationsdarstellung an. Muss es sein, dass ein ganzer Abend damit gefüllt wird?
    Ich frag da mal da ganz provozierend:
    Wie viel muss man töten um einen ganzen Abend in den Medien zu sein?
    Wie viel muss man töten, damit die ganze Welt auf einen guckt?
    Mit Winnenden hat sich Deutschland auf Platz eins der Amokländer katapultiert ( gemessen an der Einwohnerzahl), das trotz der weltweit schärfsten Richtlinien in Sachen Jugendschutz bei Computerspielen. Vielleicht sollten die Verbotsbrüller mal überlegen, ob sie nicht den falschen Schuldigen suchen.
    Wie sagte Herr Schäuble: „Kein Gesetz der Welt, hätte diese Tat verhindern können.“
    Wir sollten jedenfalls zeigen, dass wir hier Gemeinschaften sind, die sich zum Teil auch reell treffen und Spaß haben und nicht die stumpfsinnigen ausgestoßenen Eigenbrötlern sind, wie man uns gerne sieht.
    Wir, der IBS (Ich bin schuld) sind nun seid einem Jahr online und setzen uns aus ganz Deutschland, Schweiz und Österreich zusammen in dem Spieler von 18- … Jahren spielen und Spaß haben so wie in vielen anderen Communities auch. Wenn man das nach außen bringen kann, kann man vielleicht die Sicht auf uns bei den Einen oder Anderen ändern.
    So habe fertig
    IBS-Hooch (i-b-s-clan)

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