Die Schweiz steht nach dem Amoklauf von Winnenden unter Handlungszwang. Denn derzeit verbietet kein Gesetz Kindern und Jugendlichen den Zugriff auf gewalthaltige Spiele. Der Druck auf Bund und Kantone steigt enorm an. So hätte ein Websitebetreiber aus Deutschland, Torsten H., aufgrund des deutschen Jugendmedienschutzes sein Portal zugangssicherer machen müssen, da es gegen diesen verstieße. “Shooterplanet” bietet Kindern und Jugendlichen freien Zugriff auf Bilder und Videos, die grausame Gewaltszenen beinhalten an, so Jugendschutz.net.
Aus diesem Grund hat der Betreiber von “Shooterplanet” kurzer Hand sein Portal auf einen schweizerischen Server geschoben, und war somit raus aus der bevorstehenden Busse bzw. Sperrung seiner Schiess- und Actionspielseite.
In der Schweiz setzt man in Bund und Kantonen noch auf Selbstkontrolle der Branche. Doch mit dem Bekanntwerden des Falls “Shooterplanet” ist der schweizer Behörde klar, dass etwas geschehen muss, so die Züricher Nationalrätin Barbara Schmid-Federer. Jedoch wird voraussichtlich erst im Sommer über eine Gesetzesvorlage die die entsprechenden PEGI-Vorgaben berücksichtigt abgestimmt.
Quelle: Killerspiele: Schweiz ist zum Handeln gezwungen / factum online
[...] Damit könnte wohl auch bald “Shooterplanet” Ärger mit seiner Website bekommen. Der Websitebetreiber hatte aufgrund des deutschen Jugendmedienschutzes eine “Abmahnung” erhalten, wie ich berichtete (Killerspiele fordern Schweiz zum Handeln auf). [...]