Nach dem völlig überzogenen, sachlich falschen und unnötig polemischen Vergleich des Innenministers Herrmanns fordern nun die deutschen Spielverbände (GAME, BIU und ESB) eine offizielle Entschuldigung. Herrmann hatte am Dienstagabend in einer Pressemitteilung „Killerspiele” auf die gleiche Stufe mit Kinderpornos und Drogen-Dealer gestellt.
Geschäftsführer des deutschen ESB, Frank Sliwka, und dessen 60.000 Mitglieder bestehen auf einen fairen und sachgerechten Dialog mit Innenminister Herrmann. Nicht nur das er mit seiner Äußerung die Ausgrenzung tausender Jugendlicher fördert, nein er steckt damit eine junge Generation in den Bereich der Kriminalität. Erst wenn eine deutliche Entschuldigung vom bayerischen Innenminister kommt, werden die Mitglieder des ESB damit aufhören deutliche politische Signale gegen die CSU zu setzen, so Frank Sliwka weiter.
Auch Stephan Reichart, Hauptgeschäftsführer von G.A.M.E teilt seine Meinung. Er geht noch einen Schritt weiter und ist der Meinung, dass Herrmann mit solch einer Aussage eine Politik des letzten Jahrhunderts vertritt. Ferner verliere die CSU damit an Glaubwürdigkeit bei Erwachsenen Menschen und Wählern, die mit Computerspielen, u. a. Killerspielen, groß geworden sind. Dass Bayern sich damit mittelfristig als wichtigste Entertainmentindustrie disqualifiziert scheint ihm nicht klar zu sein.
Der Geschäftsführer von BIU Olf Wolters ist derselben Meinung wie seine „Vorredner”. Nach ihm solle Herrmann seine politische Geisterfahrt am rechten Fahrbahnrand beenden und zu einer sachlichen Diskussion zurückkehren. Sein derzeitiges Verhalten erinnert aktuelle eher an einen politischen Ego-Shooter, der sich mit rein populistischen und inhaltlich fragwürdigen Aussagen zu profilieren versucht, meint Wolters.
Quelle: Deutscher eSport Bund