Die Regierung von Kalifornien unter der Leitung von Arnold Schwarzenegger will für eine Verschärfung des Jugendschutzgesetzes vor das höchste US-Gericht ziehen. Kalifornien ist die Heimat vieler Entwicklerstudios und gleichzeitig der Ort der Branchenmesse E3.
Jerry Brown, ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, ist der Meinung, dass die Macher von Videospielen schamlos die Verletzlichkeit von Kindern ausnutzen, nur um Profit zu machen. Er ist der Ansicht, dass sich unanständige Gewalt genauso verbieten lasse wie auch Pornografie. Mit seiner Strategie noch schärfer gegen „Killerspiele” vorzugehen verfolgt er schon Ansichten von deutschen Politikern. Er macht sich sogar für ein Gesetz stark, dass „Killerspiele” einen gut sichtbaren Sticker mit der Zahl „18″ erhalten sollen. Darüber hinaus sollen Händler „Killerspiele” nur noch an Erwachsene verkaufen dürfen. Bei Nichteinhaltung droht eine Strafe von bis zu 1.000 US-Dollar.
So ein Gesetz wurde bereits vom Gouverneur Schwarzenegger in 2004 unterzeichnet. Allerdings trat es bis heute noch nicht in Kraft, da eine Initiative von Computerspielverbänden diesen Antrag durch Gerichte stoppen ließ. Grund sei ein Verstoß gegen Meinungs- und Redefreiheit.
Justizminister Brown, sieht seine Aufgabe darin, den Fall vor den Supreme Court zu bringen. Findet die Klage „Anklang”, so wäre es das erste Mal das sich der oberste US-Gerichtshof mit diesem Thema Computerspiele und Jugendschutz beschäftigt.
Wie wir schon berichteten („Killerspiel Verbot nun auch in der Schweiz?!“), fordern die Kantone St. Gallen und Bern ähnliche Regelungen wie es sie schon hier Deutschland gibt. Sollte die Vorlage scheitern, so werden einige Politiker eine Volksinitiative fordern.
Quelle: golem.de