Seit längerem gab es das Spiel zum downloaden über Valves Downloadportal Steam. Doch jetzt steht DoDS endlich in den Regalen der Händler. Noch besser: Es ist kein Add-On und kann somit unabhängig von Halflife 2 gespielt werden, muss aber dennoch über den Steam-Account aktiviert werden.
Das Spiel hat Geschichte, keine Frage. Entwickelten im jahre 2001 fleißige Halflife-Fans einen Taktik-Shooter rund um den Zweiten Weltkrieg mit dem Namen Day of Defeat. Zwei weitere Jahre wurde eifrig weiterentwickelt, bis Valve das Potenzial des Spiels erkannte und die Leitung übernahm. 2003 wurde es dann veröffentlicht. Aufgrund seiner Beliebtheit wurde DoD dann mit ins Boot genommen und zusammen mit anderen Valve-Spielen über Steam angeboten.
Doch sollte es noch Zwei weitere Jahre dauern bis es zur verdienten Neuauflage kam.
Im September 2005 wurde es dann Veröffentlicht, doch leider nur über Steam. Doch hat es jetzt endlich den Weg in die Händlerregale geschafft.
Ob sich das Warten gelohnt hat und welche Neuerungen es gibt, erfahrt ihr jetzt und hier:
Der Soldat
Das Spiel ähnelt ein wenig dem Conquest-Modus aus Battlefield 2. Alliierte und Achsenmächte treten gegeneinander auf sechs verschieden Karten, die realen Schauplätzen nachempfunden sind, an. Ziel ist es, gegnerische Stützpunkte (die durch Flaggen gekennzeichnet sind) einzunehmen und diese zuhalten. Dabei ist Taktisches Vorgehen zu empfehlen, denn blindes losrennen führt schnell zu Kopfschuss.
Dein Schicksal beginnt mit der Soldaten Wahl. gab es im Urspiel weitaus mehr Auswahl, gibt es im neuen Spiel 6 verschieden Klassen zur Auswahl. Das reicht vom normalen Nahkampfsoldaten, hin zum MG-Schützen bis zum Scharfschützen. Jeder hat hier seine Vor- und Nachteile: So ist der Nahkämpfer schnell und wendig, doch nur sehr ungenau im Schiessen, der MG-Schütze relativ langsam doch ist seine Schusskraft enorm. Hier sei zu sagen, das es sich immer lohnt mit größeren Geschützen im liegen oder knien zu Schiessen, da es sonst leicht passieren kann, dass man ein Magazin verheizt ohne jemanden zu treffen.
Die Handhabung der Wummen ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, man muss schon ein wenig üben, um etwas zu treffen.
wenn man dann doch über den Haufen geschossen wurde, hat man die Möglichkeit an den eigenen Stützpunkten wieder zu starten. auch kann man sich zu diesem Zeitpunkt eine andere Klasse auswählen um andere Soldatentypen zu testen.
War es im Vorgänger so, dass der Scharfschütze mit einem Schuss einen Gegner töten konnte, sind diese aus Gründen der Spielbalance, nur noch in begrenzter Zahl vorhanden. Nutzbare Fahrzeuge gibt es in Day of Defeat Source leider nicht.
Auf dem Schlachtfeld
Nun geht es in alter Ego-Shooter Perspektive aufs Schlachtfeld. Es gilt nun Fünf Punkte auf der Karte einzunehmen, die oben links in einer allumfassenden karte angezeigt werden. Um einen Punkt einzunehmen, stellt man sich einfach eine Zeitlang in die Umgebung der Fahne, bis sie die Farbe des eigenen Teams annimmt. In jedem Level gibt es jedoch mindestens einen Punkt, den man zu Zweit einnehmen muss. Diese sind oftmals auch die umkämpftesten. Hat eine Partei alle Fahnen besetzt, gewinnt sie die Runde und der Kampf beginnt von vorne.
Vom Spielprinzip ist das ganze leicht zu verstehen, doch kann es in der Praxis sehr schwierig sein das umzusetzen. Geht der Soldaten-Mob einheitlich auf eine Stellung zu, so sind die anderen relativ ungeschützt und leicht einzunehmen.
Das Spiel ist pures Teamplay, das zeigt sich auch in dem Fakt das man nicht gegen Bots spielen kann sowie es keine Single-Player Kampagne gibt.
Dafür gibt es genügend Server auf denen man sich auslassen kann und wer nicht nur mitmachen will, sondern auch anbieten will, kann kostenlos einen eigenen Server über Steam starten. ein klarer Vorteil gegenüber Battlefield 2 wo dieses Feature gebührenpflichtig ist.
Stahlharter Häuserkampf
Die Kämpfe finden ausschließlich in zerbombten Städten statt. Die sechs Karten sind auf den ersten Blick sehr unübersichtlich und bieten jede Menge Platz zum Verstecken und Snipern, doch auch um diesen Stellungen in den Rücken zu fallen. Für die Übersicht ist die bereits erwähnte Karte oben rechts verantwortlicht. Hier ist das ganze Gelände zu erkennen sowie alle Kameraden und die Stellungen, die noch einzunehmen sind. Es empfiehlt sich dennoch, die Karten sehr genau zu kennen, um nicht immer in die gleichen Fallen zu tappen. die karten haben zwar alle ihre Besonderheiten, sind aber insgesamt gesehen doch ähnlich. Hier wäre mehr Abwechslung wünschenswert gewesen.
Göttliche Grafik
Grafisch ist DoDS einfach wunderbar. Es benutzt die aktuellste Version der Source-Engine, die man sich angesehen haben muss. Sehr detailreiche Levels, die wirklich realistisch rüberkommen. HDRR (High Dynamic Range Rendering) lässt den Fan auf jedem Schauplatz frohlocken. Geht der Soldat beispielsweise aus einem dunklen Raum hinaus in die Sonne, scheint es so als würde die Umgebung glühen, was einer Blendung gleichkommt. Das sieht nicht nur sehr eindrucksvoll aus, sondern verlangt auch einiges an Hardware-Voraussetzungen. Ebenfalls eindrucksvoll ist die Umgebung, die nur so von Details strotzt. Bei Explosionen und Beschüssen fliegen die Teile sehr realistisch durch die Gegend. Auf den ersten Blick sehen die Charackter relativ ähnlich aus, doch bei genauem hinsehen, erkennt man jede Menge Details, so etwa den Atem von Soldaten auf einer Schneebedeckten Karte.
Welch eine Geräuschkulisse
herrscht auf diesen Schlachtfeldern! Wird in anderen Spielen nur eine Endlosschleife abgespielt wird werden hier eigene Sounds erzeugt. Findet der Kampf weiter entfernt statt, sind auc die Geräusche dumpfer und gedämpfter. Dies verändert sich mit dem näher rücken was auch eine näher kommenden Bedrohung gleichkommt. Dies alles erzeugt eine sehr gespannte, dichte Atmosphäre. Darüber hinaus lohnt sich eine 5.1 Sound-Anlage, die das ganze noch realistischer erscheinen lässt.

Dieser Beitrag wurde am 4. März 2006 um 1:56 Uhr geschrieben und abgelegt unter der Kategorie Egoshooter, Spiele News. Du kannst alle Resonanz zu diesem Beitrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst eine Resonanz, oder ein Trackback von deiner Webseite setzen..

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