Um einmal den Standpunkt vom Veranstalter der Intel Friday Night Games bezüglich der derzeit aktuellen politischen Debatten über „Killerspiele” zu bekommen, hat sich ka-news mit dem Geschäftsführer von Turtle Entertainment Ralf Reichert getroffen und ausgetauscht.

Auf die Frage welche Argumentation von den Parteien Ralf Reichert am meisten irritiert hat, kommt prompt die Antwort: Fast Alle! Da sich die meisten Presseveröffentlichungen nicht mit der Veranstaltung auseinander gesetzt haben merkt man an den gemachten Aussagen: „Nachher spielen dann die unter 16-Jährigen von zuhause aus mit” und „World of Warcraft” wird auch gespielt.
Es wurde aber nie daran gedachte die Intel Friday Night Games in Karlsruhe ganz abzusagen, trotz der heißen Diskussionen. Die Absage von Stuttgart kam aus Pietätsgründen zum Amoklauf zu Winnenden. Reichert sieht das Kernproblem darin, dass sie mit in den Kommunalwahlkampf mit einbezogen werden. Eine Differenzierung sei hier sehr schwierig, da man nicht genau weiß was die wirkliche Meinung ist und was vorgeschoben wird um so von anderen Themen abzulenken.
Im Mittelpunkt aller Diskussion steht natürlich das „Killerspiel” Counter Strike. Ein Austausch des Killerspiels stand aber nie zur Wahl. Schließlich sei die Veranstaltung für Jugendliche ab 16 Jahren, die so was interessiert Außerdem könne so was nicht so kurzfristig aus dem Programm genommen werden. Auch hier sei darauf hingewiesen, dass ein Verbot nur einen gegenteiligen Effekt haben würde und Jugendliche ausgrenze. Mit solchen Maßnahmen bewegt man sich zum Abgrund einer Zensur. In einer demokratischen Gesellschaft sollten „Killerspiele” wie Counter Strike nicht stigmatisiert werden. Schließlich wurden ja auch keine Schützenfeste abgesagt.
Zur Klärung des Begriffs „Killer”-Spiele erläutert Reichert, dass die Wortbedeutung ein deutsches Phänomen sei und es in anderen Ländern gar nicht gibt. Zuerst müsste man sich die Frage stellen, was ein „Killerspiel” überhaupt ist. Derzeit liegt nämlich noch keine einheitliche Definition vor. Bei den Veranstaltungen von Turtle Entertainment werden solche „Killerspiele” erst gar nicht unterstützt, da diese ein Mindestalter von 18 Jahren voraussetzen.
Die Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung basiert auf einer Projektbasis wo sich regelmäßig über zum Beispiel jugendpolitische Themen ausgetauscht wird. Ferner wird die Bundeszentrale bei der Eltern-LAN unterstützt.

Quelle: ka-news

Dieser Beitrag wurde am 25. Mai 2009 um 2:00 Uhr geschrieben und abgelegt unter der Kategorie Medien. Du kannst alle Resonanz zu diesem Beitrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst eine Resonanz, oder ein Trackback von deiner Webseite setzen..

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