Der Kriminologe Christian Pfeiffer hat sich im Interview über die größten Gefahren für Kinder und Jugendliche im Medienbereich geäußert. Er ist der Meinung, dass Computerspiele die größte Auswirkung auf die schulischen Leistungen von Kindern und Jugendlichen haben. Die emotionale Wucht ist im Vergleich zu Videos viel drastischer und belastet die Konzentrationsfähigkeit der Kinder enorm. Das Internet hat aber auch eine gute Seite und bietet viele positive Möglichkeiten und nicht nur Gefahren.
Auf die Frage, was Eltern und Lehrer machen können um die eigenen Kinder zu schützen, antwortet er, dass es in erster Linie die Schule dafür verantwortlich sein sollte, Kinder “internettauglich” zu machen. Darunter falle zum Beispiel die E-Mail-Kommunikation und die Aufklärung über die Netzwerke. Allerdings befürwortet Herr Pfeiffer die Indizierung bei Computerspielen gesetzlich auszuweiten. Sowie eine Heranführung an andere Gestaltungsmöglichkeiten in der Freizeit durch Eltern und Lehrer. Ein Verbot einfach so auszusprechen ist nicht sehr wirksam und kommt bei Kindern und Jugendlichen nicht an bzw. stößt auf Unverständnis und das wiederum zu anderen Handlungsschritten, die nicht beabsichtigt waren/sind. Die Lust auf das wahre Leben muss geweckt werden.
Nun gibt es aber schon viele Kinder die abhängig vom Computer spielen sind. Da müssen Eltern schon in die Trickkiste greifen, rät der Kriminologe. Für Jungs müssen schon spannende, herausfordernde Alternativen geboten werden, wie vielleicht Rugby oder ähnliches. Denn Jungs kämpfen schließlich gerne, was ein Zeichen von Männlichkeit ausdrückt. Was auch den Vorzug für brutale Computerspiele bei Jungs erklärt. Bei Mädchen sind gerade mal 0,8 Prozent spielend suchtartig einzustufen.
Die Ansichten von Christian Pfeiffer teile ich teilweise, wie das mit dem Verbot. Aber ob Computerspiele Kinder und Jugendliche mehr beeinträchtigen als Filme wage ich zu bezweifeln! Oder was meint ihr?
Quelle: Nordsee Zeitung